Material & Herstellung

Was steckt im Morgenkraft-Kissen?

Morgenkraft ist mehrschichtig aufgebaut: außen ein Qualitätsbezug aus 100 % Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau, darunter ein feines Netzgewebe als Trennschicht und innen ein stabiler Kern aus 100 % hochwertigem Vita Talalay Latex.

Der Latexkern basiert auf Naturlatex, dessen Grundlage der Milchsaft des Kautschukbaums ist. Durch das Talalay-Verfahren entsteht daraus ein elastisches, offenporiges Material. Es gibt unter Druck nach, baut sich wieder auf und bleibt luftdurchlässig.

Der Bezug ist als Schlauchsteppung verarbeitet und mit Pleinair Merino Supra Schafschurwolle gefüllt. Zwischen Bezug und Latexkern liegt ein feines Trikot-Netzgewebe als Antihaftschicht. Dieses Netzgewebe ist nach Öko-Tex Standard 100 zertifiziert.

Was ist Talalay-Latex?

Talalay-Latex ist ein elastisches Schaummaterial aus 100 % Naturlatex. Die Grundlage dafür ist der milchige Saft des Kautschukbaums. Dieser natürliche Rohstoff wird gewonnen, aufbereitet und anschließend im Talalay-Verfahren zu einem besonders gleichmäßigen, luftdurchlässigen Latexmaterial verarbeitet.

Wichtig ist die Unterscheidung: Naturlatex beschreibt den Rohstoff. Talalay beschreibt das Herstellungsverfahren.

Das bedeutet: Der Latex stammt aus natürlichem Kautschuk. Durch das Talalay-Verfahren erhält er seine typische offenporige Struktur, seine Elastizität und seine gleichmäßige Rückstellkraft.

Für ein Kissen ist diese Materialstruktur besonders interessant, weil der Kern nicht aus loser Füllung besteht. Das Material gibt unter Druck nach, baut sich wieder auf und bleibt formstabil.

Charakteristisch für Talalay-Latex sind:

Elastizität

Das Material gibt nach, ohne dauerhaft einzusinken.

Rückstellkraft

Nach Belastung kehrt es wieder in seine ursprüngliche Form zurück.

Luftdurchlässigkeit

Die offenporige Struktur unterstützt die Belüftung im Kissen.

Gleichmäßiges Liegegefühl

Da es sich um einen stabilen Kern handelt, verschiebt sich keine lose Füllung im Inneren.

Wie wird Talalay-Latex hergestellt?

Beim Talalay-Verfahren wird Naturlatex aus dem Milchsaft des Kautschukbaums in mehreren Schritten verarbeitet. Ziel ist eine gleichmäßige, offenporige Zellstruktur.

Zunächst wird die vorbereitete Latexmasse in eine Form gegeben. Anschließend sorgt ein Vakuum dafür, dass sich das Material gleichmäßig ausbreitet. Danach wird die Masse stark heruntergekühlt. Dieser Schritt stabilisiert die entstehende Zellstruktur.

Im nächsten Schritt wird der Latex erhitzt und vulkanisiert. Dabei wird aus der weichen Latexmasse ein dauerhaft elastisches Material. Anschließend wird der Latex gewaschen, getrocknet und geprüft.

Der Prozess in fünf Schritten

Naturlatex vorbereiten

Der Latex stammt
aus dem Milchsaft des Kautschukbaums und wird für die Verarbeitung aufbereitet.

In die Form geben

Die Latexmasse wird in eine Form eingebracht.

Mit Vakuum verteilen

Das Vakuum sorgt dafür, dass sich das Material gleichmäßig in der Form ausbreitet.

Schockfrieren und vulkanisieren

Die Masse wird stark gekühlt und anschließend erhitzt. So entsteht die stabile, elastische Latexstruktur.

Waschen, trocknen, prüfen

Nach der Vulkanisation wird der Latex gereinigt, getrocknet und kontrolliert.